Über mich

Eigentlich bin ich ja Tischlermeister, und wenn ich das nicht geworden wäre, wäre ich heute kein Fotograf.

Meine Leidenschaft fürs Fotografieren entwickelte ich mit 16. Damals ging ich in die Fachschule für Tischlerei und Raumgestaltung in Hallstatt, einem malerischen Ort an einem See in den Bergen. Ich lebte im Internat. Es war die Zeit ohne Computerspiele, ohne Handy, und im Fernsehen liefen nur die zwei ORF-Programme. Stattdessen hatten wir eine große, gut ausgestattete Dunkelkammer im Internat und einen großartigen Lehrer in der Schule, der uns in die Kunst der Fotografie einführte. Er war ein Hasselblad-Spezialist, und das Freifach Fotografie war einer der Höhepunkte während der Schulwoche. Wann immer wir nicht gerade Konstruktionslehre oder ähnliches für Prüfungen lernen mussten, verbrachten wir unsere Freizeit in der Dunkelkammer. Tagelang, nächtelang entwickelten und vergrößerten wir dort unsere Fotos.

Diese Leidenschaft für die Fotografie hat mich seither nie mehr losgelassen.

Meine erste Kamera war eine Minolta XD-7. Sie war mein wichtigstes Gepäcksstück, als ich als 21-Jähriger nach Neuseeland ging. Ich arbeitete dort als Tischler. Am Wochenende fotografierte ich unsere wilden Partys und manchmal auch Hochzeiten.

Lange blieb ich der analogen Fotografie treu. Doch 2004 stieg ich auf Digitalfotografie um. Meine erste Digitalkamera war eine Konica Minolta Dynax 7D mit 6,1 Megapixel Auflösung. Damals großartig, heute bescheiden. Dennoch fertigte ich für unseren Messestand Vergrößerungen von 2,4 x 3,6 Meter an.

Messestand? Ich war ja weiterhin Tischler, längst Tischlermeister. Seit 1991 spezialisierte ich mich auf Wintergärten. Rund 1000 Wintergärten in Holz-Alu habe ich, gemeinsam mit meinen durchschnittlich 15 Mitarbeitern, in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten gebaut. Die schönsten Wintergärten habe ich natürlich fotografiert.

Doch mehr noch als Architekturaufnahmen fesseln mich Menschen. Mein Gespür für den richtigen Augenblick entdeckte, als ich in Neuseeland glückliche Brautpaare und ihre stolzen Mütter und Väter ablichtete. Später interessierte ich mich auch für die Studiofotografie. Zeitgleich mit dem Umstieg auf die Digitalfotografie schaffte ich mir eine Studioblitzanlage an.

Im Sommer liebe ich es immer noch, draußen in der Natur im natürlichen Licht zu fotografieren. Doch bei Schlechtwetter ist das Studio natürlich ein immenser Vorteil. Für Porträtaufnahmen sowieso.

Mittlerweile ist das Tischlern in den Hintergrund getreten. Das Fotografieren habe ich zu meinem wahren Beruf gemacht. Zu meiner Berufung.

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